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No Country For Old Men - besprochen von Thomas Vorwerk (satt.org)

Und die Oscars gehen an … den Abräumer der Saison: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Nebendarsteller. Ingesamt vier Auszeichnungen (und acht Goldstatuetten) für die Coen-Brüder, Javier Bardem und Mit-Produzent Scott Rudin. Und das sogar verdient, Friendo!

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Die Berlinale ist vorbei, die Bären vergeben und die Entscheidung der Preis-Jury war unkalkulierbar wie eh und je. Gewonnen hat den Goldenen Bären der brasilianische Beitrag Tropa de Elite (Foto). In seinem Heimatland löste Regisseur José Padilha mit seinem Film eine Diskussion über polizeiliche Willkür, Folter und Korruption aus. Padilhas Filmdebut hinterließ trotz einiger stilistischer Mängel auch in Berlin einen starken Eindruck, vor allem wegen der brutalen Folterszenen. Als einen Anwärter auf Goldenen Bären jedoch hat vor der Preisverleihung niemand Tropa de Elite gesehen.

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I'm a Cyborg, but that's OK - besprochen von Benjamin Happel

Eine »Trilogie der Rache« hat der Koreaner Park chan-wook in den letzten Jahren gedreht, und ist damit schlagartig zu einem der gefragtesten Regisseure Koreas aufgestiegen. In Sympathy for Mr Vengeance, Old Boy und Sympathy for Lady Vengeance hat er von Menschen erzählt, die vergangenes Unrecht ganz martialisch vergolten haben, Auge um Auge, Zahn um Zahn. Und hat es dabei doch geschafft, keine plumpen Gewaltorgien zu drehen, sondern komplexe Kunstwerke, doppelbödige, entlarvende Meditationen über Gewalt. Es lag auf der Hand, dass sein Beitrag zum letztjährigen Berlinale-Wettbewerb nicht einfach ein Science-Fiction-Film werden würde, wie es der Titel I’m a Cyborg, but that’s ok vermuten lassen könnte. In der Tat – mit Science-Fiction, ja sogar mit Cyborgs und Robotern hat der Film nur am Rande zu tun. Vielmehr geht es um Vertrauen und Empathie, und schließlich um die beiden großen Errungenschaften des Kinos selbst: um die Fantasie, um das Träumen.

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Madonnen - besprochen von Thomas Vorwerk (satt.org)

Maria Speth, die sich schon in ihrem Regiebedüt in den tag hinein mit einer eigenwilligen Frauenfigur beschäftigte, kann man mit ihrer elliptischen Erzählweise und den Laien- (weil Kinder-) Darstellern recht klar zur “Berliner Schule” zählen, und da, wo Petzold und Schanelec mit dem französischen Kino kokettieren, lässt Speth ihren Film von den Dardenne-Brüdern koproduzieren und inszeniert einen Teil des Films in Belgien, sogar mit dem Lieblingsdarsteller der Dardennes, Olivier Gourmet.

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